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Was ist Vodka?
Zunächst
einmal ist Vodka immer ein guter Grund zum Feiern; und dann natürlich
die feine Spirituose, die sich - pur getrunken oder als Bestandteil von
Mixgetränken - seit Jahrhunderten bis in die Gegenwart stetig
wachsender Beliebtheit erfreut.
Was
aber macht Vodka aus? Zunächst einmal ist da der Grundstoff:
Prinzipiell könnte der klare Branntwein aus jedem organischen Stoff
hergestellt werden. Die Meinung, dass Vodka aus Kartoffeln gebrannt
wird, entstammt der Zeit, da die Knollenfrüchte in Russland, vor allem
aber in der Ukraine das erschwinglichste Ausgangsprodukt darstellten.
Für seine industrielle Herstellung greift man aber auf das viel
ergiebigere Getreide zurück; zu 80 % wird heute Gerste, gerade von den
Polen und Russen aber auch gern Roggen oder Weizen verwendet.
Was
auch immer: als erstes wird gebrannt. Üblich ist zwei- bis dreimal, es
gibt aber auch Marken, die ein bis zu sechsfaches Destillieren erleben.
Ein schwedischer Hersteller spricht auf Grund seiner kontinuierlichen
Methode gar von fast unendlicher Destillation...
Dann
- und das ist der wesentliche Unterschied z.B. zum Korn - wird Vodka
gefiltert. So sollen auch die letzten Fuselstoffe (also die
Kopfschmerz-Macher) aus dem dann wirklich "Klaren" entfernt werden. Im
klassischen Verfahren wird hierzu Holzkohle verwendet, aber auch hier
suchen die unterschiedlichen Brennereien nach Möglichkeiten, sich von
den Mitbewerbern zu unterscheiden oder einfach höhere Preise zu
rechtfertigen. So kommen dann eben auch Quarzsand, Milch, Sandstein,
Diamantenstaub oder Elektrizität und Ionenaustauscher zum Einsatz.
Ähnlich
wird mit dem Wasser verfahren. Ein russisches Sprichwort besagt:
"Wasser haucht dem Vodka Leben ein" und beschreibt damit das dritte
wichtige Kriterium für einen guten klaren Tropfen. Schlussendlich muss
dieser nämlich mit möglichst enthärtetem Wasser auf Trinkstärke
gebracht werden. Diese wiederum liegt international normalerweise bei
40 %, in Deutschland sind 37,5 % üblich. Selbstverständlich bekommt man
in der VODKARIA auch Sorten mit 50, 60 oder auch 70 % ins Glas!
In
den letzten Jahren gibt es weltweit zwei Trends. Zum einen
überschwemmen mit verschiedenen Früchten und Gewürzen aromatisierte
Sorten den Markt. Orangen-, Vanille-, Pfeffer-, Cranberry- oder
Himbeer-Vodka ist heute in jeder halbwegs gut sortierten Bar gegenwärtig.
Zum anderen hat die Industrie die Luxus-Nische für sich entdeckt;
teilweise altehrwürdige Unternehmen werfen ihre eigenen alten
Werbesprüche ("Besser und reiner geht es nicht") über Bord und
entwickeln entweder neue Premium-Marken oder präsentieren plötzlich
entdeckte, früher gekrönten Häuptern und Staatschefs vorbehaltenen
Rezepte. Marken wie Absolut Level, Smirnoff Penka, Xellent, Wyborowa
Single Estate, Grey Goose und Stolichnaya Elit kosten dann natürlich
auch entsprechend.
Im
Unterschied zum Whisk(e)y wird Vodka im Regelfall nicht gelagert. In
unseren Augen hat das zwei Gründe: Erstens hat der Russe als
Vodka-Konsument gar nicht die nötige Zeit und zweitens gibt es im
klassischen Vodkagürtel von Polen über Russland bis weit nach
Skandinavien keinen Weinbau - und damit auch nicht die zur Lagerung
nötigen Fässer, deren Inhaltsstoffe den vorher mühsam gefilterten Vodka
ohnehin nur wieder "verunreinigen" würden. Jetzt braucht niemand
enttäuscht zu sein: selbstverständlich findet man in der VODKARIA auch
diesbezüglich Ausnahmen von der Regel...
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